Äußerer Schutz



Wichtiger Hinweis: 

Die Informationen auf unserer Webseite beziehen sich auf alle Komponenten, Eigenschaften und allgemeinen Funktionen, die die einzelnen Überwachungsgeräte enthalten können. Selbstverständlich verwenden nicht alle Sicherheitssysteme alle beschriebenen Funktionen. Die Eigenschaften Ihrer Anlage entnehmen Sie bitte den Produktinformationen.

Definition: Äußerer Schutz

Die Fähigkeit einer Überwachungskamera, äußeren Einwirkungen und starken Stößen standzuhalten.

Schutz gegen Staub/Wasser

Auf dem Gebiet der Überwachungskameras verwendet man eine internationale Nomenklatur mit der Bezeichnung Schutzumfang, die mit den Buchstaben IP, gefolgt von zwei Kennziffern, ausgedrückt wird, zum Beispiel IP66. Damit wird die Widerstandsfähigkeit einer Sicherheitskamera gegenüber äußeren Einflüssen beschrieben. Die erste Zahl gibt an, welchen Schutzumfang diese gegenüber Staub, die zweite gegenüber Flüssigkeit, in der Regel Wasser, bietet.

Erste Kennziffer (Schutz gegen Staub):

Die erste Kennziffer hinter den Buchstaben IP gibt an, wie stark die Überwachungskamera vor Staub geschützt ist. In der ersten Tabelle sind die verschiedenen Schutzniveaus angegeben, die ein Überwachungssystem aufweisen kann, sowie die Effektivität der einzelnen Niveaus.


NiveauGröße des eintretenden FremdkörpersSchutz gegen
0 0 Kein Schutz
1 < 50 mm Das Testobjekt (runder Körper mit 50 mm Durchmesser) darf nicht vollständig eindringen
2 < 12,5 mm Das Testobjekt (runder Körper mit 12,5 mm Durchmesser) darf nicht vollständig eindringen.
3 < 2,5 mm Das Testobjekt (runder Körper mit 2,5 mm Durchmesser) darf überhaupt nicht eindringen.
4 < 1 mm Ein geeignetes Testobjekt (runder Körper mit 1 mm Durchmesser) darf überhaupt nicht eindringen.
5 Staubschutz Das Eintreten von Staub kann nicht ganz verhindert werden, muss jedoch so gering wie möglich gehalten werden, damit die Funktionsweise des Geräts nicht beeinträchtigt wird.
6 Staubdicht Staub darf unter keinen Umständen eintreten

Zweite Kennziffer (Schutz gegen Wasser):

Die zweite Kennziffer des IP-Codes gibt das Schutzniveau gegenüber Flüssigkeiten an. Je höher die Zahl, desto höher der Schutz. Die zweite Tabelle enthält Informationen über den Flüssigkeitsschutz.



NiveauSchutz vorTestverfahrenErgebnisse
0 Kein Schutz Keiner Wasser tritt nach kurzer Zeit in das Gerät ein.
1 Tropfwasser Die Anlage wird an ihrem gewohnten Einsatzort angebracht. Bei einer Testdauer von 10 Minuten (Stärke: 3-5 mm³ pro Minute) aus einer Höhe von 200 mm dringt kein Wasser in das Gerät ein.
2 Tropfwasser Die Anlage wird an ihrem gewohnten Einsatzort angebracht. Es tritt weiterhin kein Wasser in das Gerät ein, obwohl dieses 10 Minuten lang darauf fällt (Stärke: 3-5 mm³ pro Minute). Dieser Test wird viermal durchgeführt, wobei das Gerät jeweils um 15° um die vertikale und horizontale Achse gedreht wird, stets unter Berücksichtigung seiner normalen Arbeitsposition.
3 Sprühwasser (Spray) Die Anlage wird an ihrem gewohnten Einsatzort angebracht. Sprühwasser darf bei einem Winkel von bis zu 60° links und rechts von der Senkrechte nicht eintreten. Diese Theorie basiert auf einem Durchschnitt von 11 Litern pro Minute bei einem Druck von 80-100 kN/m² während eines Zeitraums von über 5 Minuten.
4 Strahlwasser Die Anlage wird an ihrem gewohnten Einsatzort angebracht. Wenn aus einem beliebigen Winkel durchschnittlich 10 Liter Wasser pro Sekunde mit einem Druck von 80-100 kN/m² für mehr als 5 Minuten auf das Gerät einwirken, darf dieses nicht eindringen.
5 Strahlwasser Die Anlage wird an ihrem gewohnten Einsatzort angebracht. Ein Wasserstrahl, der (aus einem beliebigen Winkel) mit Hilfe einer Düse mit einem Durchmesser von 6,3 mm bei durchschnittlich 12,5 Litern pro Minute und einem Druck von 30 kN/m² auf das Gerät gespritzt wird, darf nicht darin eindringen. Die Dauer dieses Tests darf nicht mehr  als 3 Minuten betragen, und die empfohlene Entfernung ist unter 3 Metern.
6 Sehr starkes Strahlwasser Die Anlage wird an ihrem gewohnten Einsatzort angebracht. Ein Wasserstrahl, der (aus einem beliebigen Winkel) mit Hilfe einer Düse mit einem Durchmesser von 12,5 mm bei durchschnittlich 100 Litern pro Minute und einem Druck von 100 kN/m² auf das Gerät gespritzt wird, darf nicht darin eindringen. Die Dauer sollte dabei weniger als 3 Minuten betragen, die Entfernung mindestens 3 Meter.
7 Vollständiges Untertauchen in Wasser Das Gerät muss dem Untertauchen in Wasser in einem Meter Tiefe während eines Zeitraums von 30 Minuten ohne jede Filtration standhalten. Es darf kein Wasser eintreten.
8 Vollständiges und anhaltendes Untertauchen in Wasser Das elektrische/elektronische Gerät muss (ohne jede Filtration) dem vollständigen, anhaltenden Untertauchen in tiefes Wasser standhalten, und zwar über den Zeitraum, den der Hersteller in Übereinstimmung mit dem Kunden angibt. In jedem Fall müssen die Bedingungen härter sein als die Voraussetzungen für Kennziffer 7. Es darf kein Wasser eintreten.

Vandalismusschutz

Um festzustellen, ob eine Kamera über einen Vandalismusschutz verfügt, muss diese eine bestimmte Kennzeichnung haben, die in den Vorgaben zur Stoßfestigkeit in der europäischen Norm EN 62262 vorgesehen ist.

Im Allgemeinen erfüllen vandalismusgeschützte Kameras die Vorgaben für die höchste Schutzart; dabei handelt es sich um Geräte, die mit dem IK-Code IK10 gekennzeichnet sind. Ein Modell mit Vandalismusschutz kann wiederholten Stößen mit einem massiven Gegenstand von bis zu 20 Joule standhalten, ohne dabei den geringsten Schaden zu nehmen.

In der nachfolgenden Tabelle sind einige Werte für Schläge aufgeführt, denen Sicherheitsanlagen je nach ihrer Kennzeichnung nach den Normen zur Stoßfestigkeit standhalten.


ZIK-CodeSchlagenergie (Joule)
IK00 Keine Stoßfestigkeit
IK01 0.15
IK02 0.20
IK03 0.35
IK04 0.50
IK05 0.70
IK06 1
IK07 2
IK08 5
IK09 10
IK10 20